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Weihnachten 2017: Beautyprodukte beliebter als Bargeld und Gutscheine


04.12.2017
Einkaufen im Geschäft: Renaissance für den stationären Handel bei jungen Shoppern Düfte, Pflege-oder Kosmetikprodukte sind zu Weihnachten noch beliebter als Bargeld bzw. Gutscheine: mehr als die Hälfte der Deutschen legt diese unter den Baum.

Beautyprodukte machen in diesem Jahr Bargeld und Gutscheinen den Platz unter dem Weihnachtsbaum streitig. 60 Prozent der Deutschen planen, Kosmetik oder Düfte zu verschenken und sind dabei bereit, für Weihnachtsgeschenke in dieser Kategorie in 2017 tendenziell etwas mehr Geld auszugeben. Nahezu jeder Zweite erfüllt damit zudem einen konkreten Wunsch. Das hat eine repräsentative Untersuchung von Kantar TNS und VKE-Kosmetikverband ergeben. Nur neun Prozent der Befragten wollen in diesem Jahr komplett auf Geschenke verzichten. Das sind ein Prozent weniger als im Vorjahr und nur noch knapp halb so viele wie 2015.
Mehr Budget für Beauty ist bei denjenigen vorgesehen, die planen zwischen 100 und 200 Euro auszugeben. Waren das im Vorjahr noch ein Viertel, sind es 2017 bereits 30 Prozent. 38 Prozent wollen zwischen 50 und 100 Euro in Kosmetikpräsente investieren und 19 Prozent bis zu 50 Euro. Angeführt wird das Geschenkeranking von Düften mit 65 Prozent, gefolgt von Sets aus Duft und Pflege mit 54 Prozent und Pflegeprodukten mit 39 Prozent, die mit einem Plus von neun Prozent den stärksten Zuwachs verzeichnen.
Der Dezember bleibt sicher immer einer der beiden wichtigsten Shoppingmonate für Weihnachtspräsente, aber nur ein Prozent wollen sich in den letzten drei Tagen vor dem Fest ins Getümmel stürzen. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft waren das immerhin noch drei Prozent. Über 40 Prozent der Deutschen scheinen in diesem Jahr allerdings gut vorbereitet zu sein und müssten ihre Geschenke schon jetzt zu Hause liegen haben.
In Zeiten digitaler Transformation bleibt der stationäre Handel immerhin für zwei Drittel der Befragten der Haupteinkaufsort: Nur 31 Prozent shoppen überwiegend online und für lediglich zwei Prozent ist das Internet der einzige Einkaufsorte für Beautyprodukte.
Interessant ist das veränderte Kaufverhalten der jungen Kunden (18-34 Jahre). Im vergangenen Jahr waren es noch 24 Prozent, die nur im Geschäft gekauft haben, für die Weihnachtseinkäufe 2017 planen das nun erstaunliche 45 Prozent.
"Nach einem bisher recht durchwachsenen Jahr für unsere Branche blicken wir einigermaßen zuversichtlich auf die kommenden vier Wochen. Da knapp 70 Prozent der Käufe in der gehobenen Kosmetik auch weiterhin im stationären Geschäft getätigt werden, ist die Renaissance gerade in der jungen Zielgruppe ein positives Signal für fundierte Beratung und überzeugendes Einkaufserlebnis. Der Vorteil der unmittelbaren Erfahrung und die Tatsache, dass man die Produkte gleich mitnehmen kann, sind die wichtigen Argumente für den stationären Fachhandel. Motive für ergänzendes Onlineshopping via autorisierte Website sind u.a. zeitliche Flexibilität und die Möglichkeit des Preisvergleichs", erläutert VKE-Geschäftsführer Martin Ruppmann.
Die VKE-Mitgliedsunternehmen reagieren dem Trend entsprechend: Schon jetzt verkaufen bereits 95% ihre Marken über stationäre Händler mit angeschlossenem Web-Shop und verknüpfen somit gemäß der Verbraucherbedürfnisse offline und online.
Die hohe Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes belegen gerade in diesem wirtschaftlich herausfordernden Jahr die Ergebnisse der VKE-Mitgliederumfrage: Nach einer äußerst bescheidenen ersten Jahreshälfte erwarten knapp zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen für das so umsatzrelevante zweite Halbjahr wieder eine leicht positive Umsatzentwicklung, 15 Prozent sogar eine sehr positive. Das langt aber in der Gesamtschau unter dem Strich wohl nicht mehr für ein Umsatzplus in 2017. Die Prognose liegt aktuell bei plus minus Null.
"Die aktuellen und zukünftigen Probleme im Markt werden beherrscht von einer weiterhin starken Preisorientierung der Verbraucher, ausgelöst durch die massiven Rabattaktionen im Handel bis in die jüngere Vergangenheit. Stärker als in den Jahren zuvor bereiten zudem die Verwerfungen in der deutschen Handelslandschaft und die politischen Unsicherheiten mit ihren momentan nicht absehbaren Auswirkungen auf das Wirtschaftsklima der Branche Sorgen. Wir sind daher gespannt, was 2018 konkret für den Beauty-Sektor bringt", erklärt Martin Ruppmann.
 
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