zentrada Welcome DE 2018

Gewinnen Sie im Großhandelseinkauf als Mitglied im zentrada.network.

Die Leistungen und Services sind exklusiv für Wiederverkäufer mit einer kostenfreien Mitgliedschaft im zentrada.network nutzbar.

Weiter zu mehr Info und kostenfreier Mitgliedschaft ...

Weiter zur Lieferantenübersicht ...

Weiter zum Login ...

 


Praxis & Recht


EuGH: Marktplatz- und Plattformverbote nur in engen Grenzen zulässig


06.12.2017
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute eine Grundsatzentscheidung zur Zulässigkeit sogenannter selektiver Vertriebsmodelle gefällt. Das höchste Europäische Gericht hat klargestellt, dass pauschale Beschränkungen, Waren auch über Marktplätze und Plattformen vertreiben zu dürfen, gegen geltendes Recht verstoßen. Zugleich hat der EuGH aufgezeigt, in welchen Fällen ein berechtigtes Interesse von Herstellern und Händlern an einem qualitativ hochwertigen Vertrieb und damit an vertriebswegspezifischen Beschränkungen weiterhin ihre Berechtigung behalten.

Pauschale Plattformverbote sind unzulässig - Ausnahmen bedürfen einer nachprüfbaren Rechtfertigung. In seinem heutigen Urteil macht der Europäische Gerichtshof in erfreulicher Deutlichkeit Schluss mit ungerechtfertigten Verboten, Waren auch auf Marktplätzen und Plattformen vertreiben zu können. Der EuGH räumt ein für alle Mal auf mit dem Generalverdacht, Marktplätze und Plattformen seien Vertriebswege zweiter Klasse. Zugleich erkennt das höchste Europäische Gericht die Möglichkeit von Selektivvertriebsmodellen in bestimmten Fällen an und stärkt mit dieser ausgewogenen Haltung den Markt insgesamt. Soweit objektive Kriterien auf der Hand liegen, behalten hierauf gerichtete Vertriebsbedingungen weiter ihre Berechtigung. „Wenn nach objektiven Maßstäben erstellte echte Qualitätsanforderungen durch einzelne Vertriebskanäle – stationär wie online – nicht erfüllt werden, kann der Selektivvertrieb auch in Zukunft zum Schutz von Hersteller, Fachhandel und Verbraucher eingeschränkt werden. Und das ist gut so“ stellt Gero Furchheim, Präsident des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) fest. „Nach dem heutigen Urteil haben es die unterschiedlichen Vertriebsstufen nun mehr denn je selbst in der Hand, über eine qualitativ hochwertige, den Produkten angemessene Präsentation, Vertriebsbeschränkungen überflüssig zu machen“.
 
Marktplätze und Plattformen gehören heute, sowohl im Onlinehandel zwischen Händlern und Verbrauchern, als auch zwischen Händlern und Firmenkunden, zum Alltag. „Als Infrastruktur sind sie Digitalisierungsbegleiter und ermöglichen gerade auch dem kleinen und mittelständischen Handel den schnellen Einstieg und hohe Skalierungseffekte“ erläutert Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh. „Mit seinem heutigen Urteil unterstreicht der EuGH einmal mehr diese Bedeutung, ohne dabei berechtigte Belange von Marken und Fachhandel aus den Augen zu verlieren.“
 
Mit den Einzelheiten wird sich nun das Oberlandesgericht zu befassen haben.
 
Die Branche setzte im Jahr 2016 im Privatkundengeschäft allein mit Waren rund 57,1 Milliarden Euro um. Der Online-Handel mit Waren hatte daran einen Anteil von über 90 Prozent. Mit den guten Geschäftsergebnissen des Jahres 2016 und der ersten 3 Quartale in 2017 erwartet der bevh in diesem Jahr für den Interaktiven Handel insgesamt ein Wachstum von 8 Prozent auf ca. 61,7 Mrd. Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der bevh erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Mrd. Euro.

» zurück

Top-Meldungen

Anbieter + Produkte
Spielzeug: Deutsche skeptisch gegenüber Technologie unterm Tannenbaum
Das Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG zeigt: Die meisten Konsumenten sehen Kinder lieber toben als sich mit technologischem Spielzeug wie etwa ...
» weiterlesen

Weihnachten 2017: Beautyprodukte beliebter als Bargeld und Gutscheine
Einkaufen im Geschäft: Renaissance für den stationären Handel bei jungen Shoppern Düfte, Pflege-oder Kosmetikprodukte sind zu Weihnachten noch belieb ...
» weiterlesen

Trends + Märkte
plentymarkets macht Händler zu Helden
Erfahre am 03.03.2018 beim 11. plentymarkets Online-Händler-Kongress wie dein Handel über sich hinauswachsen kann. Im Frühjahr 2018 lädt plentymarkets ...
» weiterlesen

70 Prozent der Händler fürchten Amazon
Der anhaltende Siegeszug des US-Riesen Amazon bereitet dem deutschen Handel zunehmend Kopfzerbrechen: Schon 70 Prozent der Marketing-Entscheider aus d ...
» weiterlesen

Licensing
zentrada-Lizenzbarometer November 2016: Dauerbrenner Frozen wieder zurück auf Platz 1
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr erobert sich Disneys Dauerbrenner Frozen nach dem Verlust an einen Senkrechtstarter den ersten Platz wieder zur ...
» weiterlesen

Spielethema Pokemon schießt auf Platz 1
Das Spiele- und Social-Media-Thema Nummer Eins hat nun auch den Lizenzproduktemarkt erreicht. In kurzer Zeit schoss „Pokemon“ an Frozen vorbei auf die ...
» weiterlesen

Inside
Für das Weihnachtsgeschäft: Spielwaren-Vielfalt auf zentrada
Bald beginnt sie, die Ho-Ho-Hochkonjunktur im Handel. Alle Jahre wieder startet ab Oktober die Suche nach Weihnachtsgeschenken. Da heißt es: Gut vorbe ...
» weiterlesen

Vom Handelsmagazin zur No.1 im europaweiten Online-Großhandel
Nach 69 Jahren und 3.150 Aufgaben halten Sie nun das letzte gedruckte Heft desZentralmarkts bzw. zentrada.magazins in den Händen. Die Zukunft gehört a ...
» weiterlesen

  Neocom 2017