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24.11.2008
Karnevaltrends 2009
Wer seine Movie-Helden aus „Herr der Ringe“ oder „Kapitän Hook“ wiedersehen will, muss nicht unbedingt ins Kino gehen. In der kommenden Ballsaison findet er sie von Aachen bis Freiburg und von „Kölle“ bis München in jedem Maskentreiben. Denn in die Märchenwelt der Fantasie führt der Karnevalstrend 2008/2009 – und das authentischer denn je zuvor.
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Originalität ist gefragt, und da reichen eben nicht mehr nur das Ringelhemd und die Netzstrumpfhose von der letzten närrischen Saison. Sie sind endgültig „out“. Besonders „in“ sind dagegen Garderoben bis zur Theaterqualität.

Themen aus Historia
Und Masken, die, von der Perücke bis zur Fußbekleidung, bis ins letzte Detail möglichst realistisch wirken, so Thomas Mersch, Geschäftsführer der Andrea Moden GmbH, Bocholt, und Mitglied der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie. Sein Blick in die Zukunft der närrischen Tage 2009 gleicht einem Blick zurück in die Vergangenheit. Zurück in die Zeit mittelalterlicher Heldensagen über tapfere Drachentöter und schmachtende Burgfräulein, in die Epochen von Robin Hood und Kapitän Cook.
Das Karnevals-Outfit entwickelt sich immer mehr zu einer Image-Angelegenheit, so der Eindruck von Thomas Mersch: „Billige Fähnchen sind so gut wie out.“ Man legt Wert auf ein stimmiges Gesamtbild, auf qualitativ hochwertige Materialien und auf eine gute Passform, weil man gegenüber den anderen glänzen will. Und schließlich ist der Maskenball auch eine gesellschaftliche Angelegenheit.

Das Karnevalskostüm mit Mehrfachnutzung
Und noch ein zweiter Punkt unterstützt den Trend zum historischen und Fantasy-Outfit sowie zu hochwertigen Karnevalskostümen: „Sie werden nicht mehr wie früher nur zu Karnevalszeiten getragen, sondern auch zu mittelalterlichen Stadtfesten und historischen Festwochen und Ritterspielen.
Ein weiterer Grund, warum nach Ansicht von Thomas Mersch historische Kostüme „im Kommen“ sind: „Der Bedarf geht eindeutig hin zu großen Größen.“ Mit anderen Worten: Ab XL verliert selbst das kesseste Korsagenbunny- und der heißeste Cheerleader-Mini seine sexy Wirkung. Wohingegen sogar noch das XXL-Rokokokostüm der rundesten Barockfigur kokette Wirkungen verleiht.
Die närrische Zeitreise reicht jedoch bis in die 70iger Jahre, denn: „Bei den eher jüngeren Ballgängern ist wiederum das Thema „Hippie“ angesagt, so Carolin Moosmann, Pressesprecherin der Racheshop.de: „Die Rock`n Roll- und Beat-Ära kommt zurück“, so ihre Prognose. Zumindest was die 18- bis 25jährigen betrifft.

Tierisch gruselig für die Kleinen
Eher tierisch wird es bei den ganz Kleinen, meint hingegen Sabine Hauser, Geschäftsführerin des Kostümversenders Metamorphosis in Wulsbüttel: Eisbären und Pinguine, Kätzchen und Äffchen, Frösche und Enten werden bei den Kinderbällen das Parkett bevölkern.
Welche Masken sonst noch gefragt sein werden, können Einzelhändler erkennen, wenn sie die TV-Programmzeitschriften durchblättern: „Die Figuren, die in den TV-Kinderserien auftauchen, werden auch in den Kindermaskenfesten zu finden sein.“ Ein weiterer Trend, den Sabine Hauser ausgemacht hat: Cliquen einigen sich auf ein gemeinsames Thema, wenn sie zum Karneval gehen. Mehr noch: Sogar private Gartenfeten, Geburtstagspartys und sogar Hochzeitsfeste werden Anlässe sein, sich gemeinsam zu kostümieren: „Vielfach sogar im einheitlichen Kostüm für die ganze Gruppe.“

So gruselig wie möglich
So gruselig wie möglich, lautet ein weiterer Karnevalstrend. Das typische Beispiel ist die „Schlammkönigin“ von „kostuem-versand.de“ die aussieht, als habe sie sich gerade ein Moorbad genommen: Der bleichgrüne Tüll mit dem sie bekleidet ist wirkt, also ob der Morast vom Körper auf den Boden tropft. Zu dem Kostüm gehört eine moosartige Perücke sowie ein grün-blaues Make-up.
Den Kontrast dazu bildet das Kostüm „Geisterschiff“, das aus einer Kopfbedeckung besteht, das einen Mast zeigt, aus Tüllüberhang, das wie wehende Segel wirkt und aus einer Hose und Schuhen, die Schiffsaufbauten und Schiffsplanken ähneln.

Special Effekts mit Latex
Doch nicht nur so gruselig, sondern auch so authentisch wie möglich sind die Masken für die kommende närrische Saison. Pappnasen sind „out“. Stattdessen trägt die Ballhexe einen krummen Zinken aus hochwertigem Latex. Und was für die Hexe die Nase, das sind für den „Vulkanier“ die langen Latexohren und für den Vampir die scharfe Eckzähne, die mit Dentalkitt an den echten Zähnen befestigt werden. Für den Mephisto sind es die langen, spitzen Hörner aus einem Kunststoffmaterial, das echtem Horn zum Verwechseln ähnlich sieht. Um die Wirkung zu erhöhen, werden die Ränder mit einem speziellen Schminkmaterial kaschiert.
Special Effekts sind „in“. Beispiele dafür sind der „Vampirbiss“, der „Kehlschnitt“ sowie die „Brandwunde“ als „Accessoire“ für das passende Horrorkostüm. Der „zugeklammerte Mund“ wirkt selbst in unmittelbarer Nähe wie echt, genauso wie der „Wundschorf“, der in wenigen Sekunden aus einer Tube aufgetragen werden kann.

Kostüme in Theaterqualität
Billige Ringelhemden und Plastik-Perücken war gestern. Was in der nächsten Karnevalssaison zählt, sind Kostüme in Theaterqualität, wie beispielsweise das historische Barock-Kostüm mit Gehrock und Weste, knielanger Hose, Jabot-Kragen aus hochwertigem Polyestermaterial. Dazu natürlich die passenden Schnallenschuhe, Perücke und Gehstock. Ebenso hochwertig in Material und Verarbeitung ist das Rokokokleid, wenn es dem authentischen Historie-Trend der Saison 2009 entsprechen soll: Das Kleid mit Drahtreifen, das Kostüm aus Satin gefertigt und mit Spitze besetzt. 

Text: Wolfgang Kappeller

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