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16.06.2009
GD-World: Markenwaren zu Bestpreisen
E-Commerce boomt nach wie vor. Doch die großen Geschäfte laufen bei den etablierten Shops, während sich neue Anbieter zunehmend schwer tun. Das Beispiel von GD-World zeigt, dass auch neue Onlineshops schnell Umsätze und Gewinne realisieren können.
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Zuerst wollte er eine Software entwickeln und verkaufen. Jetzt ist er selbst Betreiber eines Onlineshops und verkauft aktuelle Markenwaren aus den Bereichen Garten, Sport und Freizeit, Haus und Wohnen und Tierbedarf zu Bestpreisen. „Markenwaren zu Bestpreisen“, so lautet das Motto des Shops www.gd-world.de von Axel Lampenscherf, dem Geschäftsführer der Firma GD Artlands eTrading in Ankum.
Bei verschiedenen Firmen des Handels hatte Lampenscherf vorher Erfahrungen im Aufbau von Vertriebsstrukturen und Vermarktung von Produkten über Onlineshops und eBay gesammelt. „Ursprünglich wollte ich eine Software entwickeln, die es speziell Großhändlern und Herstellern ermöglicht einen eigenen Onlineshop aufzubauen und gleichzeitig ohne viel Aufwand die Produkte auch auf den Vermarktungsplattformen wie eBay, Amazon, Billiger.de und Co einzustellen“, erklärt Lampenscherf. Schließlich hat jede Plattform ihre eigenen Regeln und Vorschriften, so dass jedes Erweitern zusätzliche Arbeit macht. Viele Onlineshops beschränken sich deshalb nur auf die wichtigsten Plattformen, obwohl sie auf Nischenplattformen möglicherweise deutlich mehr Marge erzielen könnten.

Preiskämpfe sind unnötig
Bei seiner Erstakquise bei verschiedenen Großhändlern traf Lampenscherf auf Georg Dobelmann, Inhaber zahlreicher Postenläden („Posten-Börse“), einem Großhandel für Restposten („Expo-Börse“) sowie Betreiber des Goodies-Center in Ankum, in dem sich weitere 75 Großhändler aus verschiedenen Bereichen präsentieren. Dobelmann erkannte spontan das Potenzial und schlug Lampenscherf ein Joint-Venture vor. Die Artlands eTrading war geboren.
In diesem Joint Venture stellt Dobelmann den finanziellen Background und einen Teil des Produkt-Sortiments zur Verfügung, während Lampenscherf seine Software und seine Erfahrung bei Aufbau und Betrieb von Onlineshops einbringt. Geschäftsführer der GD Artlands sind Dobelmanns Neffe Jens Diersing, der ebenfalls bereits umfangreiche Interneterfahrung vorweisen kann und Axel Lampenscherf. „Wir verkaufen hier nicht nur Produkte der Expo-Börse, die machen nur zirka 30 Prozent aus. Wir suchen sehr gezielt attraktive Marken und Produkte verschiedener Hersteller. Wichtig ist, dass die Produkte erstens onlinefähig sind und zweitens attraktiv.“ Dazu zählen besonders Gebrauchs- und Konsumgüter, für die der Konsument auch etwas Recherchezeit aufwendet und die er nicht im nächsten Supermarkt mitnimmt. Der Preis ist für Lampenscherf nicht das ausschlaggebende Kriterium im Internet. „Unsere Preise sind online nicht niedriger als in den Märkten, das wäre erstens innerhalb der Unternehmensgruppe nicht zu verargumentieren und zweitens wäre ein Preiskrieg völlig unnütz. Die Preise sind absolut wettbewerbsfähig – und vielen Kunden geht es eher um das Produkt und die Marke als um einen besonders günstigen Preis!“

Im Frühjahr startete der Shop
Erst Anfang April ist Betrieb voll gestartet. „Dann waren sowohl Büro- wie auch Lagerräume frei und wir konnten voll loslegen“, erklärt Axel Lampenscherf. Im Vorfeld wurden die Vorbereitungstätigkeiten erledigt, wie das Konfigurieren der Software, das Designen der Shopoberfläche und das Einrichten der nötigen Abwicklungstools, zum Beispiel zur Zahlungsabwicklung sowie zur Versandabwicklung. Natürlich mussten die Produkte auch fotografiert, katalogisiert und beschrieben werden. Auf diese Punkte legt Lampenscherf besonders viel Wert: „Wir zeigen die Produkte bewusst nicht in der sonst üblichen freigestellten Ansicht, sondern in der natürlichen Umgebung. Eine Sitzgruppe für den Garten steht also im Grünen und wird aus vielen verschiedenen Blickwinkeln fotografiert. Diese Detailfotos sind das A und O im eCommerce“, so der Online-Experte. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die ausführlichen und konkreten Produktbeschreibungen für den Erfolg. „Hier schlampen viele Shopbetreiber leider und machen es sich zu einfach!“
Mittlerweile sind bereits über 400 verschiedene Artikel im Shop. Momentan besonders gefragt sind die Gartenmöbel sowie die Sport- und Freizeitprodukte. „Aus meiner Sicht ist es im Internet sehr wichtig, aktuelle Produkte für den saisonalen Bedarf anzubieten.“
Ein wichtiges Vertriebs- und Marketingtool ist – besonders jetzt zum Einstieg – der Onlinemarktplatz eBay. Zur Zeit laufen dort über 500 Verkaufsaktionen. Viele davon als Sofortpreisangebote aber auch einige als Auktionen. „Wir bewerten das regelmäßig und stellen unsere Strategie dann um. eBay ist ein sehr schnelllebiges Geschäft, das muss man permanent überprüfen!“
Doch über 10 Prozent der Verkäufe werden bereits im eigenen Onlineshop getätigt – angesichts der Tatsache, dass dieser erst seit April am Markt ist, eine gute Leistung. „Wir sind momentan natürlich noch völlig unbekannt und nutzen deshalb den Marketingkanal eBay besonders intensiv. Mit der Zeit wird sich das sicher ändern.“ Auch bei amazon wurden bereits die ersten Produkte verkauft, weitere Plattformen und Produktsuchmaschinen folgen dann im Sommer. „Man kann ja schließlich auch nicht gleich alles auf einmal machen“, grinst Lampenscherf verschmitzt.
Der Erfolg gibt ihm recht: Im Durchschnitt versendet GD-World bereits 150 Pakete pro Tag – für einen Onlineshop in der Anfangsphase eine große Leistung! „Das ist genau das, was wir geplant und erwartet haben für die ersten Monate. Insofern sind wir sehr zufrieden!“

Software wird ab Herbst angeboten
Im Herbst wird dann die Vermarktung der Software angekurbelt. Zielgruppe sind insbesondere Großhändler, die einen eigenen Onlineshop für ihre Handelskunden oder auch für den Direktvertrieb aufbauen möchten. Besonderes Highlight ist das integrierte Gateway zu allen wichtigen Verkaufsplattformen. Dazu sind bereits in der Software alle nötigen Felder, die die verschiedenen Plattformen abfragen integriert. Das Füllen dieser Felder macht zwar einmaligen Aufwand, da viele Texte wahrscheinlich auch in einer angebundenen Warenwirtschaft nicht enthalten sind, doch danach funktioniert das Einstellen und Abwickeln der Verkäufer sozusagen per Knopfdruck.
Im ersten Schritt erstellt Lampenscherf dann im Kundenunternehmen eine Ist-Analyse der vorhandenen Infrastruktur und Software und ermittelt daraus den nötigen Bedarf sowie ein individuelles Angebot. „Die Software von der Stange gibt es bei uns nicht, das macht bei den unterschiedlichen Voraussetzungen in den Firmen auch wenig Sinn“, erklärt Lampenscherf.
GD-World dient dazu als Modell und Best-Practice-Beispiel für andere Großhändler. „Aber wir können und wollen natürlich nicht für andere Kunden den gleichen Aufwand betreiben, wie wir das jetzt bei GD-World tun.“ Ein zukünftiger Softwarekäufer erhält die üblichen Services rund um die Software – von Installation, Anpassung bis zu Schulung – den Shop betreiben muss und darf er dann schon selbst.
http://www.gd-world.de

Text: Martina Schimmel-Schloo