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17.09.2010
IFA-Trends 2010: 3D und High Definition
Am 4. Dezember 1924 ging die erste „Große Deutsche Funkausstellung“ über die Bühne. Dieses Jahr feierte die IFA 50. Geburtstag. Während bei der Premiere damals Detektorgeräte und Röhrenrundfunkempfänger die Besucher faszinierten, drehte sich dieses Mal vieles um 3D. Weitere Schwerpunktthemen: HD-Fernseher und energiesparende Haushaltsgeräte.
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„Das 50.Jubiläum ist eine stolze Angelegenheit. Die IFA ist dieses Jahr die größte in ihrer Geschicht und zeigt, dass hier die richtigen Entscheidungen getroffen wurden – immer wieder und über die ganze Zeit hinweg. 50-mal IFA und das in 86 Jahren – und trotzedem wirkt die Messe jung und frisch“, so die Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Besuchs auf der IFA. 235.000 Besucher, darunter 125.000 Fachbesucher, informierten sich während der Messetage über die neuesten Trends und Produkte.

GfK: Markt für Unterhaltungselektronik im Aufwind
Der europäische Markt für Unterhaltungselektronik befindet sich im Aufwind. Getrieben durch technische Innovationen ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,6 Prozent gestiegen, so eine auf der IFA vorgestellte Erhebung von GfK Retail und Technology. Mit einem Anteil von 73 Prozent bei den Ausgaben für Unterhaltungselektronik bleibt der Fernseher mit steigender Tendenz das Zugpferd der Branche. Die Gfk geht davon aus, dass in diesem Jahr mit 252 Millionen verkauften Geräten ein Umsatz von rund 110 Milliarden Euro erzielt werden wird. Bei den Aufnahme- und Wiedergabegeräten zeigen DVD-Player und -Recorder einen deutlichen Rückgang bei gleichzeitigem Plus der Blu-ray-Geräte, die hier bereits ein Drittel des Umsatzes ausmachen. Bei den IT-Produkten gab es einen vierprozentigen Umsatzanstieg, wobei insbesondere Mobilität und Heimvernetzung im Fokus der Verbraucher stehen. Auch der Mobilfunkmark erholt sich weltweit, in Europa legte der Absatz von Mobiltelefonen und Smartphones um sechs Prozent zu. In Deutschland gab es nach einem Minus von 13 Prozent in der ersten Hälfte des Vorjahres wieder ein Plus von fünf Prozent. Bei den Elektrogroßgeräten bewegt sich der europäische Markt trotz Erholung nach dem historischen Tiefpunkt 2009 noch immer auf dem Niveau von 2006. Für die Elektrokleingeräte wurde bei solidem Wachstum in sechs großen westeuropäischen Ländern ein Plus von sechs Prozent erzielt. Dabei erreicht das Online-Geschäft mit einem Marktanteil, der in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden bereits über 15 Prozent liegt, zunehmende Bedeutung.

Navigationsgeräte mit sämtlichen Features
Zwei neue nüvi-Produktserien in der Einsteiger – und gehobenen Mittelklasse präsentierte Garmin auf der IFA. Mit zahlreichen neuen Features und Technologien bringt der Navigationshersteller die nüvi 22xx und 23xx Serien als Ergänzung der 12xx und 13xx Serien. Von der Routenplanung für den Urlaub bis hin zum täglichen Einsatz auf dem Weg zur Arbeit sollen die neuen Geräte einen noch größeren Komfort für unterschiedlichste Nutzeransprüche bieten. So lassen sich bei den nüvi-Serien 22xx und 23xx Strecken mit mehreren Zwischenstopps planen, eine Streckenvorschau erstellen oder die innovative nüRoute Technologie mit trafficTrends und myTrends nutzen. So soll den Navi-Besitzern das tägliche Pendeln so angenehm wie möglich gemacht werden.

Siemens: Waschmaschine denkt mit
Energieeffizienz und Ressourcenschonung hat bei den Herstellern von Hausgeräten eine lange Tradition. Immer wieder neue, innovative Gerätekonzepte erzielen dabei große Fortschritte. Die Zielsetzung ist eindeutig: Energie- und Wasserkosten sparen, ohne Verzicht auf erstklassige Gerbrauchseigenschaften und Komfort. Reduzierungen beim Energieverbrauch zwischen 30 bis fast 50 Prozent bei Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Kühlschränken und Geschirrspülern innerhalb der letzten Jahre belegen diese Anstrengungen mit beeindruckenden Ergebnissen. Das Portfolio energieeffizienter Geräte wächst stetig. So sind inzwischen beispielsweise auch Wasserkocher und Kaffeemaschinen mit deutlicher Energieeinsparung am Markt erhältlich.

Camcorder setzen auf HD
High-Definition-Auflösung gehört für die Camcorder immer mehr zu den Standard-Eigenschaften. Das gilt nicht nur für die neuen Top-Modelle, die mit drei separaten Bildsensoren filmen und damit überragende Bildqualität erzielen. Auch extrem kompakte Geräte im Hosentaschenformat, die sich mit puristischer Ausstattung für Einsteiger und für schnelle Schüsse anbieten, filmen heute schon in HD-Schärfe. Aber auch digitale Fotokameras, eigentlich eher für Standbilder ausgelegt, verstehen sich auf Bewegtbild-Aufnahmen. Das gilt nicht nur für Pocket-Modelle, die kurze Clips in kleine Formaten für Youtube-Seiten drehen. Selbst in der Königsklasse, den Spiegelreflexkameras, hat sich die Fähigkeit zur Aufnahme bewegter Bilder etabliert – und das dann gleich standesgemäß: HD-Auflösung zählt hier zu den Selbstverständlichkeiten.

Speicher-Chipkarte statt integrierter Festplatte
Ob Fernseher, DVD-Player oder HiFi-Komponenten: Immer mehr Geräte der Unterhaltungselektronik haben neben den üblichen Schnittstellen auch Leseschlitze für Speicher-Chipkarten oder USB-Anschlüsse für handliche Speichersticks. Denn die kleinen digitalen Alltagsutensilien haben sich längst als universelle Datenträger für Medieninhalte aller Art bewährt. Sie bringen Fotos aus der Digitalkamera oder selbst gedrehte Filme aus dem Camcorder direkt auf den Flachbildschirm. Oder sie übertragen komplette MP3-Sammlungen aus dem Computer mit wenigen Handgriffen an die HiFi-Anlage im Wohnzimmer. Die Technologie der Flash-Memory-Chips, die als Schlüsselbauteile in den winzigen, leichten Speichermedien stecken, entwickelt sich in großer Geschwindigkeit: In nahezu jährlichem Rhythmus verdoppelt sich ihre Kapazität, gleiczeitig werden sie immer preisgünstiger. Flash-Speicher haben längst begonnen, Festplatte und andere mechanische Speichertechnologien zu ersetzen. Im gesamten Camcorder-Markt wächst der Anteil jener Geräte, die bewegte Bilder auf Chipkarten statt auf Festplatten oder optische Medien speichern, immer schneller.

Großes Interesse an dritter Dimension
Das große Thema auf der IFA: 3D. Ähnlich wie sämtliche Umstellung auf HD möchte die Branche 3D-fähige Geräte im Markt platzieren. Doch wie schnell wird 3D-TV hierzulande den Massenmarkt tatsächlich erobern? „Wir sind sehr optimistisch, dass 3D schon bald im Massenmarkt ankommen wird. Allein Sony hat heute bereits über 20 3D-fähige Home-Entertainmentprodukte im Markt. In den kommenden Jahren wird der 3D-Anteil noch deutlich ansteigen“, so die Einschätzung von Martin Winkler, Commercial Director bei der Sony Deutschland GmbH. Allgegenwärtig auf der Messe waren die Menschen, die eine 3D-Brille auf der Nase haben und sich von der neuen Technik mehr oder weniger überzeugen lassen. Könnte es auch möglich sein, auf die Brille zu verzichten und dennoch 3D genießen zu können. Wie Martin Winkler berichtet, forschen Ingenieure im Technology Center von Sony in Stuttgart tatsächlich an sogenannten autostereoskopischen TV-Geräten. Bislang, so Winkler, gäbe es allerdings noch technische Hürden, die den Weg zum Massenmarkt bis auf Weiteres versperrten. „Zu Vorführungszwecken sind Prototypen allerdings bereits verfügbar.“
3D wird aller Voraussicht nach bestimmten Genres vorbehalten bleiben. So ist der Reiz, beispielsweise die Tagesschau in 3D zu sehen, eher gering. Winkler: „Bei Sportübertragungen, Actionfilmen oder Natur-Dokumentationen in HD-Qualität sorgt 3D allerdings für ein völlig neues TV-Erlebnis. Jeder, der schon einmal einen 3D-Blockbuster im Kino oder die von Sony in 3D gefilmten Spiele der Fußball-WM gesehen hat, wird dies bestätigen können.“

Internet direkt ins Wohnzimmer
Ein wichtiger Technik-Trend, der auf der IFA präsentiert wurde: Fernsehgeräte, die sozusagen das Internet ins Wohnzimmer holen. So können beispielsweise Videoclips von Youtube-Seiten, Diashows vom Online-Fotodienst, Wetterbericht, Börsennews oder auch Sportergebnisse einfach und bequem vom Sofa aus per Fernsehbedienung angeklickt werden. Künftig sollen Industriestandards proprietäre Web-TV-Lösungen nach und nach ergänzen und langfristig ablösen. Die Vorteile: Inhalte-Anbieter können ihre Web-Dienste unabhängig von Endgeräte-Plattformen und Herstellerbindungen aufbereiten, was zur erheblichen Ausweitung des Angebots führen wird. Die Einbindungen bereits etablierter digitaler TV-Technologien wird darüber hinaus eine enge inhaltliche Verzahnung von Fernsehprogrammen und Internet-Angeboten ermöglichen. Die Verschmelzung von Web und Fernsehen schafft auch Voraussetzungen für private Videokonferenzen.

Navigationsgerät für Outdoorfans
Auf der IFA vorgestellt wurde mit dem IBEX von Falk ein Navigationsgerät für Outdoorfans. Wanderer, Radfahrer oder Spaziergänger können sich bei ihren Touren auf die Fähigkeiten von IBEX verlassen. Robust und dank ergonomischer Form gut in der Hand liegend kann es bequem transportiert werden. Sowohl starker Regen als auch ein Sturz auf den harten Boden kann dem Gerät laut Hersteller so schnell nichts anhaben. Zwei integrierte Bedientasten und der übersichtliche Touchscreen sollen die intuitive Bedienung erleichtern. Der starke Lithium-Ionen-Akku sorgt angeblich ausreichend für Reserven - bis zu acht Stunden. Der Wechselakku lässt sich sowohl direkt im Gerät als auch über ein optional erhältliches Ladegerät mit Strom versorgen. Inklusive Akku hat das Navigationsgerät ein Gewicht von 200 Gramm und findet so auch immer Platz im Reisegepäck. Verkauft wird der Lotse ab Oktober – die unverbindliche Preisempfehlung wird mit 369,95 Euro angegeben. Das IBEX ist mit routingfähigen Karten für Deutschland ausgestattet. Optional sind Outdoorkarten für die Länder Österreich und die Schweiz sowie für das Bikeparadies Südtirol und die Ferieninsel Mallorca.

Google-CEO hält International Keynote
Mit großem Interesse verfolgt wurde auf der IFA die International Keynote von Dr. Eric Schmidt, CEO bei Google. Internet verbinde die Menschen und ist nicht nur einer bestimmten Elite vorbehalten. „Smartphones sind die effektivsten und effizientesten Computer. Sie müssen nur mit minimaler Technologie ausgestattet sein, da sie über ein Netzwerk mit einem Superrechner verbunden sind“, so Schmidt. Eine zentrale und strategische Bedeutung nehme dabei für Google das Betriebssystem Android ein. Das Internet bietet heute eine unfassbare Informations- und Datenflut. Möglichst schnell an gewünschte Informationen zu kommen – darauf kommt es Google besonders an. Über neue Applikationen sprach Schmidt. Schon bald sollen diese auf den Markt kommen. Ein Smartphone ist demnach in der Lage, gesprochene Mitteilungen in geschriebene E-Mails umzuwandeln, für deren Verstand nur noch ein einziger Tastendruck erforderlich ist. Das Mobiltelefon erledigt Dolmetscheraufgaben einer zweisprachig geführten Unterhaltung. Auf Stichwort werden bestimmte Einrichtungen am gegenwärtigen Aufenthaltsort blitzschnell angezeigt.