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26.10.2012
Spielwarentrends 2012
Die Spielwarenbranche wartet ständig mit zahlreichen Neuheiten auf. Jedes Jahr werden in Nürnberg Produkte vorgestellt, die Kinder begeistern sollen. Aber nicht nur die ganz Kleinen spielen gerne. Die Studie „Toys4Teens“ verdeutlicht beispielsweise, welche Potenziale in der Zielgruppe der Teenager schlummern. Gerade hier ist der Handel gefordert. Angesagt sind Experimentierkästen und Spiele mit integrierter Elektronik.
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Die Spielwarenbranche wartet ständig mit zahlreichen Neuheiten auf. Jedes Jahr werden in Nürnberg Produkte vorgestellt, die Kinder begeistern sollen. Aber nicht nur die ganz Kleinen spielen gerne. Die Studie „Toys4Teens“ verdeutlicht beispielsweise, welche Potenziale in der Zielgruppe der Teenager schlummern. Gerade hier ist der Handel gefordert. Angesagt sind Experimentierkästen und Spiele mit integrierter Elektronik.

Spielwaren stehen nicht nur aber vor allem auch wenige Wochen vor dem Weihnachtsfest wieder im Blickpunkt. Gefragt sind Spielwaren mit Elektronik, aber auch Plüsch ist gefragt. „Der Trend zu Technik und Action bleibt ungebrochen. Heutzutage saugen Kinder den Umgang mit Computern, Smartphones und dem Internet bereits mit der Muttermilch auf. Sie spielen und lernen mit elektronischen Medien“, erklärt Ernst Kick, Vorsitzender des Vorstands der Spielwarenmesse eG. Während das iPad und deren Möglichkeiten Kinder anziehen, sind aber auch die klassischen Spielsachen wie ferngesteuerte Modelle oder Outdoorspielzeug, die die Geschicklichkeit der Kinder herausfordern, gefragt. „Die klassische Palette der Spielzeuge und Spiele hat nach wie vor seinen Platz in den Kinderzimmern und bei den Familien“, so Kick.

Jugendliche als wichtige Zielgruppe
Wenn es um Spielwaren geht, scheint die Branche die Zielgruppe der Jugendlichen manchmal schon aus den Augen zu verlieren. Doch dabei ist gerade diese Zielgruppe ebenso interessant wie die der noch viel jüngeren Kinder. Axel Dammler vom Marktforschungsunternehmen iconkids & youth, der die Studie „Toys4Teens“ zur Spielwarenmesse veröffentlichte, stellt fest. „Im Grunde spielen alle Jugendlichen gerne. Richtig überraschend ist aber, dass nicht alles elektronisches Spiel ist. Wenn immerhin 61 Prozent der Jugendlichen angeben, dass sie auch Gesellschaftsspiele spielen oder puzzeln, dann sind diese Spielegenres sogar quicklebendig.“ Und das nicht ohne Grund. Schließlich werden Emotionen angesprochen, die in der Clique Spaß machen, vom Wettbewerb gegeneinander über das Flirten bis hin zum sinnfreien Herumalbern. Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigte, wie Jugendliche den Spielwarenhandel einschätzen. Dammler: „Die Jugendlichen schätzen den Spielwarenhandel deutlich positiver ein als der sich selbst sieht. Teenager suchen gute Auswahl und kompetente Beratung, und sie wissen, dass sie das im Handel finden.“ Im Vergleich zu anderen Produktgruppen wird demnach hier auch weniger im Internet eingekauft. Wichtig für Dammler ist, dass sich der Handel mehr um diese Zielgruppen kümmern muss. „Man muss der jungen Zielgruppe schon deutlich signalisieren, dass es sich lohnt ins Geschäft zu kommen.“

Experimentieren ist angesagt
Im Bereich der Spielwaren stehen Experimentierkästen hoch im Kurs. Die Natur richtig erleben und begreifen – und das noch auf spielerische Art und Weise. „Man liest die Dinge nicht nur nach sondern sieht auch, was passiert. Faszinierendes zum Teil mit einfachen Mitteln erleben“, hält Felix Homann, Physiker und Autor von Experimentierkästen beim Kosmos Verlag, für die wichtigen Baustein des Erfolgs von wissenschaftlichen Spielen. Und dabei richten sich Experimentierkästen nicht nur an Kinder. Auch älter Semester sind mit
von der Partie. „Väter sind oft diejenigen, die sich für einen Experimentierkasten auch mitentscheiden. Ganz nach der Devise – da wollte ich schon lange wieder mal was mit machen“, so Homann. Beliebte Themen sind unter anderem Elektrotechnik, Chemie oder auch Physik. Aber auch Randgebiete wie optische Täuschung und Optik kommen gut an. „Kristallzucht ist ein ganz großer Klassiker. Wie züchtet man Kristalle, wie wachsen sie, was ist überhaupt ein Kristall und am Ende auch – wie schön sind sie anzusehen“, erklärt Homann die Faszination der Wissenschaft.

Puzzlespaß bei Ravensburger
Die etwas andere Art des Puzzelns stellte Ravensburger auf der Spielwarenmesse vor.
Mit einer App auf iPhone oder iPad 2 verwandelt sich das Puzzle in eine aufwendige Video-Animation auf dem Display. Zuerst puzzeln und dann das Bild in einer besonderen Betrachtung genießen. Zum Beispiel nach Paris. Wer das Paris-Puzzle fertig gelegt hat und sein iPhone darüber hält, bekommt als Überraschung eine virtuelle 360-Grad-Stadtführung.
Sobald der Film und die Soundeffekte im iPhone starten, kann sich der Puzzler mit dem Gerät langsam um die eigene Achse drehen und hat das Gefühl, mitten auf dem Eiffelturm in Paris zu stehen. Er kann die großen Sehenswürdigkeiten anklicken und erhält Detailinformationen zu Notre Dame, Sacre Coeur & Co. Oder: Wer die Unterwasserwelt puzzelt, bekommt als virtuellen Bonus ein Suchspiel dazu: Hier schwimmen bunte Meeresbewohner über den Bildschirm. Es gilt, sie möglichst schnell auf dem Motiv zu finden und anzutippen. Technisch verbirgt sich hinter dem Puzzle-Zauber eine optische Erkennungssoftware, die markante Bildpunkte sucht und analysiert. Puzzlefans können so wie gewohnt ihr Motiv legen und es anschließend digital zum Leben erwecken.

Die Gewinner des ToyAward 2012

Kategorie Baby & Infant (0-2 Jahre)
Der Mini Micro von Micro Mobility Systems Ltd. wächst mit seinem Besitzer: Schon Einjährige können mit dem Kinderroller ihre ersten Runden drehen, später kann er zum „echten“ Roller umgebaut werden. Das Fahrzeug mit coolem Micro-Design wird durch Gewichtsverlagerung gesteuert und fördert somit die Motorik und auch den Gleichgewichtssinn des Kindes.

Kategorie PreSchool (3-5 Jahre)
Appmates von Spin Master ist eine Kombination aus virtuellem Spiel und einem realen Spielzeugauto. Appmates von wird kostenlos aus dem App Store auf das iPad heruntergeladen. Dann platziert der künftige Rennfahrer ein Auto aus Disneys Kultserie Cars auf dem Touchscreen und schon kann die Reise losgehen. Appmates fördert die Geschicklichkeit des Kindes und auch den Umgang mit neuester Technik.

Kategorie SchoolKids (6 bis 10 Jahre)
Traumhaus von LEGO – speziell für Mädchen. Mit dem rosaroten Traumhaus können Kinder in die Welt der beliebten Rollenspiele schlüpfen. Durch liebevolle Details und ausführliche Bauanleitung ist das Traumhaus bestens geeignet für Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren.

Kategorie Teenager & Family (ab 11 J.)
Talat von Huch! & Friends – Talat steht für die arabische Zahl drei und ganz unter dem Motto dieser magischen Zahl: Bis zu drei Mitspieler manövrieren ihre Spielsteine – drei-, vier- und sechseckige Türme in drei Größen – über ein mehrdimensionales Spielfeld aus drei Teilen mit dem Ziel, die gegnerischen Türm zu schlagen. Das Brettspiel verlangt neben Strategie auch gutes geometrisches Denken und überzeugt durch seine edle Aufmachung.

Spiele machen Spaß und vermitteln Wissen
Nicht mit dem ToyAward ausgezeichnet aber nominiert wurde der Activity Dog von Moulin Roty, der Fisher Price Halter für iPhone von Mattel, das Brettspiel Regenbogen-Land der AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, Créa’Laby von EGT Leisure, die Fußballarena im praktischen Klappkoffer von Playmobil, Küchen-Experimente von HCM Kinzel, Air Hogs battle Tracker von Spin Master sowie Air Swimmers von China Industries.

Spielwaren werden ökologischer
Wie wird sich die Spielwarenbranche verändern? Welche Produkte werden in 30 Jahren angesagt sein? „Die Spielwaren der Zukunft werden sich gar nicht so stark von derzeitigen Spielwaren unterscheiden. In 30 Jahren sind die heutigen Kinder die Eltern von morgen. Und die verschenken die Sachen, mit denen sie selber gerne gespielt haben. Es gibt Produkte und Marken, die sich seit mehreren Jahrzehnten durch Familiengenerationen spielen und nicht wegzudenken sind. Klassische Spielwaren wie Teddybären, Bausteine oder Bobby Cars werden auch 2040 noch existieren – sie werden dann allerdings noch ökologischer gestaltet und produziert werden und über viele interaktive Funktionen verfügen. Elektronische Spielwaren werden klassische Spielwaren nicht verdrängen, sondern beide werden ihren Platz in den Kinderzimmern haben“, so die Erwartungen von Ernst Kick.

Klassiker feiern Geburtstag
In diesem Jahr feiern auch mehrere, namhafte „Darsteller“ der Spielwarenbranche Geburtstag.
Während das Bobby Car bereits seit 40 Jahren Kindern großen Spaß bereitet und über die Wege rollt, treten kleine Rennfahrer mit dem Kettcar seit 50 Jahren in die Pedale. Und nicht zu vergessen das Jubiläum des wohl bekanntesten, sprechenden Elefanten Benjamin Blümchen. Seit nunmehr 35 Jahren verfolgen Kinder mit großer Begeisterung die Abenteuer des beliebten Elefanten aus Neustadt. Dieses Thema beschäftigt natürlich auch den Handel. „Es gibt natürlich ein ganz lautes Törööööö. Das Erkennungszeichen von Benjamin Blümchen kennt sicherlich jeder. Darum herum wird es eine ganze Reihe von vielen, neuen spannenden Produkten geben, die den Geburtstag von Benjamin Blümchen feiern.
Außerdem wird die Serie im TV ausgestrahlt. Insofern kann sich jeder Benjamin Blümchen nach Hause holen und das mit vielen Produkten, die es gibt“, erklärt Anke Brunner von Schmidt Spiele. Auf der diesjährigen Spielwarenmesse wurde unter anderem das Spiel „Töröööö im Zoo“ vorgestellt. „Wir haben jetzt für die Jüngeren ab drei Jahren ein Spiel, wo Benjamin Blümchen im Zoo ist. Bei „Töröööö im Zoo“ ist es leider so, dass Benjamin Blümchen auch nicht ganz perfekt ist. Er hat leider einen Fehler gemacht, ist eingeschlafen und die Tiere sind ausgebüchst. Die Kinder müssen ihm dabei helfen, die Tiere wieder einzufangen. „Töröööö im Zoo“ ist ein sehr schönes Memospiel, ist sehr schön gestaltet und hat einen dreidimensionalen Spielplan und die Kinder können dann die Tiere suchen, die sich im ganzen Zoo versteckt haben. Dabei können sie auch die Zuordnung üben, beispielsweise welche Tiere im Wasser leben oder welche lieber Gras mögen. Insofern ist auch ein Lerneffekt dabei. Ein Spiel zwei bis vier Spieler“, so Brunner. In der relevanten Zielgruppe hat Benjamin Blümchen eine Bekanntheit von 98 Prozent. Auch nach 35 Jahren ist dieses Thema nach wie vor sehr beliebt.