DE-Welcome-764

Gewinnen Sie im Großhandelseinkauf als Mitglied im zentrada.network.

Die Leistungen und Services sind exklusiv für Wiederverkäufer mit einer kostenfreien Mitgliedschaft im zentrada.network nutzbar.

Weiter zu mehr Info und kostenfreier Mitgliedschaft ...

Weiter zur Lieferantenübersicht ...

Weiter zum Login ...

 
Produkte
zentrada.magazin
Märkte & Macher
Trends & Themen
20.11.2007
Bahama: Das Multitalent im Handel
Yusuf Bayrak ist mit seiner Firma Bahama seit 2000 aktiv. Der türkischstämmige Deutsche ist in der Großhandels- und Importszene dafür bekannt, dass er alles möglich macht.
Bild bahama_mittel.jpg
Berlin-Neukölln – neben einem kleinen Einzelhandelsgeschäft, das Yusuf Bayrak als Nebengeschäft betreibt, befindet sich etwas außerhalb vom Handelstreiben der Großhandel mit verschiedenen Lagerflächen. „Wir bräuchten eigentlich noch mehr Platz, aber momentan müssen wir uns halt mit dem begnügen, was hier vorhanden ist“, erklärt Yusuf Bayrak, wenn er zwischen Kartons und Produkten hin und her geht.
Zirka 2000 Produkte hat er permenant im Angebot. Viele davon sind besonders für Teleshopping geeignet. Ein weiterer Schwerpunkt im Sortiment sind Lederprodukte wie Gürtel und Handschuhe. Zirka 60 Prozent der Produkte werden von Bayrak selbst importiert, den Rest kauft er bei anderen Importeuren und Großhändlern zu. Auf allen Produkten befindet sich mittlerweile der eigene Barcode von Bahama.

Eigenmarken im Trend
Zehn patentierte Eigenmarken gibt es bei Bahama: Von „ARM-Houshold“ für Haushaltsgeräte über „poor“ für Elektronik-Produkte und „Qigong toys“ für Spielsachen bis zu Yardim für Textilien. Bei den Namen und deren Darstellung hat Yusuf Bayrak lange überlegt. „Ich bin ein sehr religiöser Mensch und ich glaube daran, dass man, je kleiner man sich selbst darstellt, desto größer wächst man. Deshalb wollte ich nicht, dass die Markennamen zu wuchtig und zu vereinnahmend wirken. Auf der anderen Seite sollen sie aber natürlich zu den jeweiligen Produkten passen. Das Produktsortiment verändert sich immer wieder etwas. Doch die Grundbestandteile bleiben.
Nebem dem klassischen Handel ist Bahama auch als Beschaffer tätig. „Wir bekommen häufig Anfragen auf Vertrauensbasis. Man kennt und schätzt unsere Kenntnis als Direktimporteur und fragt uns nach der Beschaffung einer ganz bestimmten Ware“, erklärt der Unternehmer. Und innerhalb von 48 Stunden erhält der Kunde eine verbindliche Aussage zu Preis und Lieferzeit mitgeteilt. Immerhin ist Bahama mit einer eigenen Firma mit acht Mitarbeitern in China präsent. Dort wird direkt vor Ort die Inspektion in den Firmen gemacht sowie Marktforschung nach neuen Produkten und Lieferanten betrieben. „Wir haben auch eigene Designer in China sitzen“, erklärt Bayrak. Mit dieser Kompetenz hat Bahama beste Voraussetzungen zur Beschaffung günstiger Produkte. Die Zahlung erfolgt in der chinesischen Währung. „So bekommen wir auch wirklich den günstigsten Preis. Wir fragen immer mehrere Fabriken an und geben der günstigsten den Zuschlag. Über die Präsenz vor Ort können wir sicherstellen, dass die Lieferung dann auch dem Gewünschten entspricht.“
Auch in Polen ist Bahama mit einer eigenen Firma und mit drei Mitarbeitern aktiv. Dort allerdings auch zum Verkauf der Produkte. Büros in der Türkei und in Frankreich sind in Planung. „Eigentlich wachsen wir überall außerhalb von Deutschland mehr als hier“, bedauert der pfiffige Händler. Mit seinen internationalen Mitarbeitern ist er regelmäßig in Kontakt. „Ich bekomme die wichtigen eMails alle als Blind Copy, so dass ich informiert bin. Und wir reden über Skype und schreiben uns über MSN permanent.“

Direkte Anbindung an den Webshop
„Wir sind sehr gut organisiert“, erklärt Bayrak stolz. Das Warenwirtschaftssystem ist online mit dem eigenen Webshop verbunden. Jede Preisänderung in der Auftragsbearbeitung ist sofort auch online im Internet zu sehen. Im Webshop ist direkt zu sehen, ob die gewünschten Produkte überhaupt verfügbar sind und sobald ein Produkt verkauft ist, wird die verfügbare Stückzahl im Lager entsprechend reduziert. „Der Webshop ist momentan in fünf Sprachen verfügbar – in deutsch, englisch, französisch, polnisch und türkisch.“
Gerade wurden bei Bahama die Zahlungsbedingungen umgestellt. Bislang gab es nur Vorkasse oder Nachnahme. Jetzt bietet Bahama Lieferung gegen Rechnung an – und verkauft die Forderungen an ein Faktoring-Unternehmen weiter. „Wir machen damit mehr Umsatz, weil Vorkasse und Nachname nicht so beliebt im Handel sind. Und wir bekommen 80 Prozent der Forderung sofort überwiesen“, freut sich der Händler.
Die Kundenstruktur ist ähnlich heterogen wie das Produktsortiment. Ingesamt hat Bahama über 5000 Kunden, von denen zirka 1000 Händler regelmäßig bestellen. Schwerpunktmäßig sind es kleine und mittelständische Händler. „Doch da sind auch immer wieder Konzerne dabei. Gerade habe ich zum Beispiel zwei Container Lederhandschuhe verkauft – und das ist eine ganze Menge“, freut er sich.
Woran erkennt man, ob sich ein Produkt gut verkaufen wird? Da grinst der Händler. „Das ist eine Mischung aus Marktkenntnis und Fingerspitzengefühl. Und manchmal geht es auch mal schief. Aber das Risiko muss man eben eingehen. Und letztlich ist das meist dann auch für irgendetwas gut – und wenn ich nur etwas gelernt habe.“ Sein Grundmotto lautet: „Probleme sind zum Lösen da. Und wenn ein Problem gelöst ist, dann wartet hoffentlich bereits das nächste. Ohne Probleme gibt es keinen Erfolg und kein Wachstum.“
Und so entwickelt sich die Firma Bahama mit Yusuf Bayrak stetig weiter.

Es geht immer weiter.
Bayrak ist ein Mensch der gerne neues lernt. Er hat sich selbst erst englisch und später chinesisch beigebracht. „Leider ist mein Deutsch dadurch schlechter geworden“, bedauert der Händler. Sein Erfolgsrezept lautet: Man muss über vieles Bescheid wissen, aber eine Sache extrem gut beherrschen.
„Wenn man mit anderen Ländern Geschäfte machen will, dann muss man die dortige Kultur verstehen. Wir können nicht nur in unserer eigenen Struktur verhaftet bleiben und erwarten, dass sich die anderen uns anpassen.“
Wahrscheinlich ist er genau deshalb auch in der Regionalpolitik aktiv. Als unabhängiger Kandidat hat er sich für die Bezirksverordnetenversammlung für seinen Bezirk in Berlin aufstellen lassen. „Ich finde, es wird zu viel geredet und zu wenig Konkretes gemacht in der Politik. Und genau das würde ich ändern, denn vieles kann man auch ohne viel Geld verbessern.“
Sein Anliegen ist es, den Dialog zwischen den Neuköllner Bürgern zu verbessern. „Denn wenn die Menschen miteinander reden, dann helfen sie sich auch gegenseitig.“
Und auch wenn er es nicht gleich geschafft hat, einen Sitz zu ergattern, so gibt er doch nicht gleich auf. „Lassen Sie uns gemeinsam den Dialog fortführen“, fordert er seine Mitbürger auf. Schließlich sind Probleme ja zum lösen da.

Text: Martina Schimmel-Schloo




Zentralmarkt

Kostenlos zum Kennenlernen oder zum Vorzugspreis in Kombination mit zentrada !

Zentralmarkt - das Trendmagazin im Handel

Trends, Meinungen und Fakten aus der Welt des Handels.
Sortimentsübergreifend und verbandsunabhängig.
Die kompletten Trendberichte und vieles mehr .....
.....erhalten Sie 14-tägig als hochwertiges Magazin direkt ins Haus.

Gleich Bestellen unter: www.zentralmarkt.de