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14.02.2008
Markt- und Produkttrends bei Spielwaren
Spielend Lernen! So lautete das Motto der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg. Rund 2750 Aussteller aus über 60 Ländern präsentierten Produkte in den Bereichen Freizeit und Spielzeug. Das Messemotto kommt nicht von ungefähr, sieht die Spielwarenbranche vor allem hier für den Handel einen interessanten und gefragten Markt.
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Die Spielwarenindustrie kann sich über steigende Branchenumsätze freuen. Seit Jahren liegt der deutsche Markt erstmals mit einem Plus von einem Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dies teilte der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie mit. Wie diese Entwicklung weiterhin positiv beeinflusst werden kann, darüber scheint Einigkeit bei der Spielwarenbranche zu herrschen. Kinder und Jugendliche verbringen zu viele Stunden vor dem Bildschirm. Die optimale Entwicklung in Bereichen wie beispielsweise der Kreativität und Bewegung bleiben dabei zu oft auf der Strecke. „Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, erzählt Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Eine längst nicht mehr unbekannte Tatsache, die die Spielwarenbranche verstärkt nutzen möchte. Die Neuheitenschau der Spielwarenmesse, bei der rund 70 Aussteller die neuesten Spieleprodukte präsentierten, verlieh dem Messemotto ebenfalls Nachdruck. Die Spielwarenbranche wird in Zeiten der Modernisierung nicht mehr auf Computer- und Fernsehgeräte verzichten. Das ist eindeutig und bewies auch die Spielwarenmesse. Spielen und Lernen aber wieder verstärkt unter einen Hut zu bringen, darauf kommt es den Spieleentwicklern an.

Bauen & Basteln…
Zum zweiten Mal präsentierte das schweizer Unternehmen Techno Bloxx Produkte der kiditec-Reihe auf der Spielwarenmesse. Dabei handelt es sich um Bausteine, die miteinander verschraubt und so unterschiedliche Konstruktionen gebaut werden können. „Mit den didaktischen Konstruktionseigenschaften von kiditec lernen Kinder spielerisch Bausteine zu verschrauben und entdecken gleichzeitig das dreidimensionale Bauen. Auch rundliche Konstruktionen sind mit diesen Bausteinen möglich. Durch den Variantenreichtumg wird die Fantasie der Kinder immer wieder angeregt“, erzählt Wilfried Grichting, CEO bei Techno Bloxx. Damit andere und auch größere Bauwerke entstehen, können immer weitere Bausteine nachgekauft werden. „Neben privaten Haushalten verkaufen wir die Produkte auch an Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen“, so Grichting und berichten von einem weiteren Vorteil von kiditec. „Durch die Schraubfunktion und die daraus resultierenden dreidimensionalen, stabilen Konstruktionen ist das System auch für ältere Kinder oder gar Erwachsene sehr interssant. Denn je erfahrener der Spieler, desto komplexer die Konstruktionen“.

Wissenschaft Kindern näher bringen
Kindern Wissenschaft vermitteln – auch das war Thema der Messe und wurde von einigen Ausstellern aufgegriffen. Das EyeClops TV-Mikroskop, das in der Kategorie Wissen und Lernen auch mit dem ToyAward 2008, ein im Rahmen der Spielwarenmesse verliehener Preis, ausgezeichnet wurde, stellte das Salzburger Unternehmen Stadlbauer vor. „Mit diesem TV-Mikroskop erhalten Kinder eine plastische und faszinierende Vorführung der mikroskopischen Demension von biologischen und physikalischen Gegenständen, was ihnen hilft, ihre Welt besser zu verstehen“, so das Unternehmen. Geliefert wird das Mikroskop mit einer Objektschale und einem Objekttrichter, um Flüssigkeiten, Salze, krabbelnde Käfer oder ähnliches genauer unter die Lupe nehmen zu können. Durch drei eingebaute LED-Leuchten ist ausreichend Licht vorhanden.
Das Unternehmen Eastcolight aus Hong Kong stellte ebenfalls Mikroskope vor. Auch Teleskope gehörten zum Sortiment dazu. „Wir denken, dass diese Art von Produkten immer wichtiger wird und eine gute Abwechslung zu Dingen wie Computer darstellen. Kinder möchten von sich aus vielleicht nicht unbedingt ein Mikroskop oder ähnliches geschenkt bekommen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Eltern ihren Kindern so etwas schenken. Dann fangen Kinder auch an, sich damit zu beschäftigen und entwickeln vielleicht auch das Interesse, sich mit Wissenschaft auseinander zu setzen“, so Edith Lai, Marketing-Mitarbeiterin bei Eastcolight.

Bewegung
Spiele, die Kinder bewegen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch darauf hat sich die Spielwarenbranche eingestellt. Für Nadja Stumm, Geschäftsführerin beim Grünhainicher Unternehmen Erzi, sollte Bewegung und Spielen viel öfter verknüpft werden. „Es gibt einfach sehr viele Kinder, die sich zu wenig bewegen und übergewichtig sind. Wir nehmen deshalb unsere Firmenphilosophie, dass Kinder beim Spielen lernen und sich auch bewegen, sehr ernst“, so Stumm. Erzi bietet neben einem Sortiment mit den Schwerpunkten auf Bewegung und Lernen ein umfangreiches Sortiment für Eltern und Kinder sowie auch Produkte für die Arbeit mit mehreren Familien, Kindergärten, Sportvereinen und Gruppen an. Dass der Kunde mehr und mehr über die Produkte genau informiert werden möchte, diesen Trend hat Stumm erkannt. „Kunden möchten genau Bescheid wissen und Hintergrundinformationen zum Produkt bekommen. Oftmals sind sie auch verwundert darüber, wieviel Pädagogik oftmals hinter den Produkten steht“.

Internet gewinnt an Bedeutung!
Als weiteren Trend präsentierte die Spielwarenmesse Produkte, mit denen Kinder in Onlinewelten eintauchen können. So zum Beispiel die Bella Sara-Reihe von Amigo. Wer sich die dazu erforderlichen Spielkarten zulegt, kann sich in die Sagenwelt einloggen und Abenteuer erleben. Ab diesem Monat können die Spieler ihr eigenes Landhaus beziehen oder auf dem zauberhaften Basar herumstöbern.
Mit den Smoodoos bietet das Unternehmen just us and friends ebenfalls Produkte im Bereich Online-Spiele an. Ohne elektronische Komonenten ermöglichen die Smoodoos-Figuren den Zugang zu www.smoodoos.com-Seite. „Smoodoos bieten Kids & Teens eine ganz neue, unterhaltsame und sichere Welt im Internet. Über einen geheimen Code, der in den Figuren versteckt ist, können sich die Kids auf der Internetseite anmelden“, so das Unternehmen. Die Smoodoos laufen durch Klimazonen und über Abenteuerspielplätze, lernen auf Kommando lustige Tricks und Gesten. Darüber hinaus können die Teilnehmer mit Freunden chatten oder auch neue Freundschaften finden.

Text: Daniel Schmidt 




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