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09.04.2008
Out of the blue: Ideen am laufenden Band
Das Bremer Unternehmen Out of the Blue hat sich Schritt für Schritt zu einem der führenden Importunternehmen im Bereich Geschenk- und Scherzartikel gemausert. Und die Expansion hat noch kein Ende. Zentralmarkt befragte Marek Ahmad nach dem Erfolgsrezept.
Bild marek_ahmad_out_of_the_blue.jpg
„Out of the blue ist einer der größten Importeure für Geschenk- und Scherzartikel sowie Beleuchtungsmittel in Europa. Eine große Produktpalette von ausgefallenen und aufregenden Artikeln spricht die ganze Familie an.“, so heißt es werbewirksam auf der Website von Out of the Blue www.ootb.de. Doch was steckt wirklich dahinter?
Gegründet wurde die Firma 1987 durch Paul Hayman. Vorher betrieb Hayman als Franchisenehmer einen Bodyshop-Laden in Bremen. Dort verkaufte er neben dem Bodyshop-Sortiment auch Produkte, die er selbst eingekauft hatte. Das Geschäft florierte – sehr zum Leidwesen der Bodyshop-Zentrale, die den Nebenverkauf gar nicht gerne sah. Als Hayman aufgefordert wurde, den Verkauf eigener Produkte einzustellen, beendete er den Franchisevertrag und zog seinen eigenen Einzelhandel auf. Schon frühzeitig hatte Hayman begonnen, Artikel selbst direkt aus China zu importieren. „Wir waren in der Hinsicht schon immer risikobereiter als andere“, erklärt Marek Ahmad, der mittlerweile Out of the Blue gemeinsam mit Paul Hayman führt. Und Schritt für Schritt wurde das Importgeschäft weiter ausgebaut – zu Lasten des eigenen Einzelhandels, obwohl mittlerweile sogar eine weitere Filiale dazu gekommen war. Bis der Einzelhandel dann vollständig verkauft wurde und sich die beiden Macher auf das Import- und Großhandelsgeschäft fokussierten.
„Im Prinzip verträgt es sich nicht, beides zu betreiben. Denn ein Einzelhandel nur mit den eigenen Produkten unseres Importgeschäfts läuft nicht. Aber um ein eigenes Sortiment aufzubauen und zu pflegen muss man viel Arbeit investieren“, so Ahmad. „Und das rechnet sich für uns nicht so gut wie das Importgeschäft. Also haben wir diesen Bereich aufgegeben.“
Mittlerweile gehören noch zwei Schwesterfirmen zu Out of the Blue: Die Firma Roxan, die hauptsächlich Kerzen und Dekoprodukte vertreibt sowie Happy Nature, die Holz-Spielwaren und Dekorationsartikel per Katalog an den Handel verkauft, während die Mutterfirma hauptsächlich den Handel mit seinem Außendienst betreut.

Permanent Neuheiten
Die Mutterfirma hat zirka 2.500 Artikel im Programm, die alle selbst importiert werden. Selbst entwickelt wird davon allerdings nur ein kleiner Teil. „Das meiste ist normale Handelsware.“ Die Hälfte ist im Bereich Geschenkartikel, zirka 20 Prozent Schmuck, jeweils zehn Prozent Elektrik/Haushalt und Plüsch sowie weitere zehn Prozent Kleinteile.
In allen Bereichen gibt es permanent Neuerungen. Denn obwohl es grundsätzlich die üblichen Neuerscheinungstermine im April und im Oktober nach den großen China-Messen gibt, bringt Out of the Blue täglich neue Produkte auf den Markt. Insgesamt gibt es jedes Jahr 500 bis 600 neue Produkte und eben so viele werden aus dem Sortiment genommen.
In Europa betreut Out of the Blue über 10.000 aktive Kunden. Dabei macht das innovative Importunternehmen nur 35 Prozent seines Gesamtumsatzes in Deutschland. „Der Schlüssel für unsere starke Expansion war der Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten im Ausland“, erklärt Ahmad.
Die wichtigsten ausländischen Absatzmärkte sind heute Frankreich, Spanien und Italien. Doch auch in den Benelux, Skandinavien und Groß-Britannien ist Out of the Blue aktiv. In jedem Land gibt es eigene Salesmanager – häufig mit mehreren Untervertretern. Insgesamt umfasst der Out-of-the-Blue-Vertrieb knapp 50 Personen - einige auch in der rechtlichen Position eines Handelsvertreters. Jeder Verkäufer ist mit moderner Technik ausgestattet. „Die Mitarbeiter haben einen Laptop mit einer eigenen Präsentationssoftware dabei. Darin ist die exakte Produktbeschreibung jedes Produktes mit Bild, sowie die aktuelle Verfügbarkeit enthalten. So können die Verkäufer die Händler optimal beraten“, erklärt Ahmad. Die Verfügbarkeit wird via Internet bei jedem Einloggen des Verkäufers aktualisiert. Mittlerweile werden manche Produkte auch bereits mit kleinen Videosequenzen vorgestellt. Damit greift das Importunternehmen den momentan wesentlichen Internettrend bereits frühzeitig auf. Trotzdem wird auf einen Onlineshop für die eigenen Handelskunden noch bewusst verzichtet. „Da könnten ja auch unsere Mitbewerber sofort unsere aktuellen Preise sehen. Passwörter sind heute ja sehr einfach zu beschaffen. Und so einfach wollen wir es unseren Kollegen dann doch nicht machen“, grinst der Geschäftsmann. Der Vertriebsweg Onlineshop und Katalog für den Handel wird dafür bei der Tochterfirma Happy Nature getestet. „Aber das ist noch ein relativ junges Kind, da können wir noch nicht viel sagen.“

Beratung ist wichtig für die Kunden
Außerdem ist für das Unternehmen die Beratung der Kunden ein wichtiger Erfolgsfaktor. Denn die Kundenstruktur ist sehr vielschichtig: Vom Kiosk um die Ecke über Drogerien bis zu Geschenkartikelläden und Kindergärten. Die Basis des Geschäfts bilden kleine und mittlere Kunden. „Da ist es sehr wichtig, dass der Verkäufer dem Händler die für sein Geschäft passenden Produkte auswählt und anbietet.“
Gerne kommen die Kunden dazu sogar aus Italien und Spanien ins Musterzimmer in Lilienthal, einem kleinen Vorort von Bremen. Doch viele Kunden besuchen die Firma auch auf einer der Messen, die Out of the Blue als Aussteller besucht. „Für uns sind die Messen das wichtigste Vertriebsinstrument neben dem Außendienst“, so Ahmad. Neben den wichtigsten Messen in Hongkong und China, den Top-Messen in Frankfurt (Christmas Word, Ambiente, Tendence) und verschiedenen Einkaufstagen (Innowa, HET etc.) ist Out of the Blue auch auf den wichtigsten Handels- und Branchenmessen in Europa, wie der Tradeexpo in Paris oder der Intergift in Spanien, vertreten. Insgesamt sind es jedes Jahr an die 40 Messen. Ein ordentliches Stück Arbeit für das mittelständische Unternehmen. In der Zentrale beschäftigt Out of the Blue zirka 120 Mitarbeiter. Aufgrund der permanenten Expansion wurde bereits innerhalb von Lilienthal ein externes Musterzimmer aufgebaut. Gerade wird eine Halle mit einer Lagerkapazität für über 10.000 Paletten gebaut. Und der Platz wird dringend gebraucht. Denn im Büro ist es schon lange zu eng geworden. Denn das Geschäft wächst immer weiter.
Und welche Veranstaltung ist für die Messeprofis die wichtigste? „Bislang war das die Tendence. Aber da werden wir in diesem Jahr natürlich erst mal schauen“, so Ahmad. Schließlich wird die Herbstmesse, die bislang Ende August stattfand gemeinsam mit der Collectione auf Anfang Juli verlegt. „Ich glaube nicht, dass die Messe damit für uns noch so erfolgreich ist“, unkt der Manager. Denn bislang hatten die Händler Ende August den entsprechenden Leidensdruck für ihr Weihnachtsgeschäft. „Wer Ende September Waren im Laden haben möchte, dem ist spätestens Ende August klar, dass er sie jetzt bestellen muss.“ Und gerade für die kurzfristigen Handelsgeschäfte dürfte der neue Termin nicht geeignet sein. 

http://www.ootb.de 




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