Produkte
zentrada.magazin
Märkte & Macher
Trends & Themen
08.09.2008
Rundum vernetzt, immer erreichbar
Consumer-Elektronikprodukte wie Handy und Digitalkamera sind längst zum ständigen Begleiter geworden. Dabei geht der Trend zu immer kompakteren, handlichen Produkten, die leicht zu bedienen sind und viele praktische Funktionen in sich vereinen – bei immer höherer technischer Qualität.
Bild Samsunggr.jpg
Kommunikation „nach draußen“ war einmal die Hauptfunktion des Telefonierens. Das hat sich längst umgekehrt: „Mobile Telefone drehten diese Verbindungswünsche um. Von unterwegs suchen wir den Kontakt zu unseren Lieben und demonstrieren auch bei geschäftlichen Anrufen, dass wir ‚nicht verloren gegangen sind’“, so Ines Imdahl vom Rheingold Marktforschungsinstitut in Köln. „Handys sind eine Art Nabelschnur zu allem, was uns wichtig ist, ob Unternehmen, Geliebte oder Freund“, so Imdahl weiter. „In einer immer unverbindlicheren Welt ermöglichen Mobiltelefone uns an jedem Ort ‚kleine Heimaten’ einzurichten und uns für eine kurze Zeit niederzulassen. Digitale ‚Fotoalben’ erinnern daran, wo wir herkommen, herunter geladene ‚Lieblingsmusik’ stellt wohlige Gefühle her. Und natürlich sind wir auch in der Lage, an beliebiger Stelle unser ‚Office’ einzurichten, E-Mails abzurufen und unseren Geschäften nachzugehen.“

Handy-Fernsehen wird populär
Angesichts der ständig neuen Technologien und Applikationen stellt sich die Frage, welche Technologien sich durchsetzen und zum Trend werden. Für das internationale Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan ist beispielsweise das Handy-Fernsehen ein Trend, der erheblich an Fahrt gewinnen wird, wenn die notwendigen Technologien dafür funktionieren. Konkret bedeutet dies: „Sobald eine effiziente Übertragung und Distribution von Mobil-TV-Diensten möglich ist, wird der Europamarkt für Handy-Fernsehen erheblich an Fahrt gewinnen. Den entscheidenden Impuls könnten Satelllitentechnologien liefern. Da sie die Basis für eine große Verbreitung bilden und ein hohes Maß an Qualität und Zuverlässigkeit gewährleisten, stellen sie eine vernünftige und darüber hinaus kostengünstige Lösung für die aktuellen Probleme in der Mobil-TV-Branche dar“, meint Natalie Bentz, Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Mit der zunehmenden Verbreitung von Handy-TV-Diensten in ganz Europa wächst der Anspruch von Kunden und Betreibern an die technische Zuverlässigkeit und breitflächige Verfügbarkeit der Angebote genauso wie an ihre inhaltliche Qualität", so Natalie Bentz weiter. „Die Distrubution und Übertragung via Satellit – entweder über Hybridnetz oder Backhaul – wird erheblich zum Erfolg von Mobil-TV beitragen, da sie genau das bietet, was der Markt und die Kunden fordern."

Innovative Handy-TV-Produkte
Dies verlangt entsprechend innovative Produkte: So vermarkten T-Mobile Deutschland und Research In Motion (RIN) jetzt gemeinsam das neue „BlackBerry Bold“ Smartphone. Das neue Vorzeigeprodukt des kanadischen Wireless-Lösungsanbieters RIM ist das erste BlackBerry-Gerät mit HSDPA-Technik. Nutzer können damit im gesamten T-Mobile UMTS-Netz mit Bandbreiten von bis zu 3,6 Mbit/s per web’n’walk im Internet surfen oder großvolumige E-Mail Anhänge herunterladen. Weitere Ausstattungsmerkmale sind die integrierte WLAN-Technik, der eingebaute GPS-Receiver für die mobile Navigation und umfassende Multimedia-Funktionen.
Zudem darf natürlich die Handykamera nicht fehlen: Sie ist fast schon Standard, und die User haben sich daran gewöhnt, qualitativ hochwertige Bilder per Handy-Knopfdruck zu gewinnen. So verfügt das neue „BlackBerry Bold“ Smartphone über eine 2 Megapixel-Kamera mit Blitzlicht und 5-fach Digitalzoom. Über den erweiterten Mediaplayer lassen sich Einzelbilder und Diashows anzeigen und Filme im Vollbild-Modus abspielen. Musikfans können Audiodateien über die Stereo-Lautsprecher erleben. Die mitgelieferte Software „BlackBerry Desktop Manager“ ermöglicht es, Bilder, Videos und Musikdateien zwischen Handheld und Computer zu synchronisieren und bequem zu verwalten. Nutzer können damit Fotos bearbeiten und Fotoalben zusammenstellen. Auch Musiksammlungen auf Basis von iTunes lassen sich auf dem BlackBerry Smartphone anlegen. Unter anderem ist in den multimedialen Alleskönner sogar ein Navigationssystem eingebaut.

Ebenfalls ein Vorreiter in Sachen Handy-TV ist das „Apple iPhone 3G“: Es kombiniert alle Features des iPhone mit dem UMTS-Netzwerk, einem eingebauten GPS-Empfänger für erweiterte Location Based Mobile Services und der iPhone 2.0 Software, die Microsoft Exchange ActiveSync sowie Hunderte von Drittanbieter-Applikationen unterstützt, die mit dem kürzlich veröffentlichten iPhone SDK entwickelt wurden.

Bluetooth-Handy wird zur Universalsteuerung
Neben typischen Business- und Multimediafunktionen bieten innovative Handys jedoch noch mehr: Sie entwickeln sich sogar zur praktischen Universalsteuerung, beispielsweise in der Haushaltstechnik, in Fahrzeugen und in der Sicherheitstechnik. Das ist jedenfalls die Vision des österreichischen Unternehmens Sorex Wireless Solutions, das ein OEM-Modul für seine Technologie zur Steuerung per Bluetooth-Handy vorgestellt hat.
Durch das neue OEM-Modul könnte die Technologie deutlich größere Verbreitung finden. Es dient Anbietern dazu, mit geringem Aufwand die Handy-Steuerung in alle Arten von Systemen zu integrieren, die persönliche Geräteeinstellungen abrufen oder die der Zugangskontrolle dienen. Mögliche Anwendungen umfassen Sorex zufolge das automatische Aktivieren von Licht und Heizung beim Heimkommen ebenso wie das Ent- und Verriegeln von Autotüren oder Schreibtischschubladen, das Schalten von Alarmanlagen sowie die Registrierung in Zeiterfassungssystemen in Unternehmen.
Endkunden dürften daher über kurz oder lang aktivierte Systeme verschiedener Hersteller nutzen. Die Übersicht soll dabei trotzdem gewahrt bleiben. Als Steuerzentrale genügt ein Computer mit unserer Software, erklärt das Unternehmen.

Topqualität immer kleiner und kompakter
Trotz Handykamera entwickeln sich auch die Digitalkameras – ob kompakt oder Spiegelreflex – immer weiter. Ganz neue Dimensionen der digitalen Spiegelreflexfotografie erschließt beispielsweise das von Olympus Imaging und Panasonic initiierte neue „Micro Four Thirds System“. Dieser neue Standard ermöglicht die Konstruktion kompakter und leichter SLR-Produkte wie nie zuvor. Zielgruppe sind Anwender mit dem Wunsch nach maximaler Kompaktheit und zugleich höchster Abbildungsleistung.
Daneben folgt Panasonic mit seinen neuesten Kompaktkameramodellen dem aktuellen Trend, hohe Bildqualität mit geringem Aufwand zu erzielen. Ein Beispiel dafür ist die aktuelle „Lumix DMC-LX3“ mit hochlichtstarkem Leica DC Vario-Summicron Objektiv 2,0-2,8, 24mm-Superweitwinkel.

Klein, handlich und leicht
Dass kleine, handliche und hochwertige Digitalkameras bei den Anwendern äußerst beliebt sind, bestätigt auch eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut psychonomics AG unter 1.000 Kunden der österreichischen Einkaufsplattform Geizhals.at durchgeführt hat. Von den Teilnehmern, die beabsichtigten, sich innerhalb der kommenden vier Wochen eine neue Kamera kaufen zu wollen, gaben 73 Prozent an, sich eine Digicam anschaffen zu wollen, der Rest eine Spiegelreflexkamera.
Hauptentscheidungskriterien für den Kauf sind für 71 Prozent der Bildstabilisator, für 68 Prozent die Auslösegeschwindigkeit und für 60 Prozent ein großer Zoombereich. Im Vergleich dazu war im Vorjahr die Größe der Kamera das wichtigste Kriterium, das in diesem Jahr nur an fünfte Stelle gereiht wurde. „Entscheidend für das Gelingen guter Fotos sind der Bildstabilisator und die Auslösegeschwindigkeit. Das wissen die Konsumenten mittlerweile. Ein großer Zoombereich ist ein zusätzliches nettes Feature, um kreativere Bildausschnitte gestalten zu können", so die Experten von Geizhals.at.
Wichtige Ausstattungsmerkmale sind 2008 für mehr als die Hälfte der Befragten auch die Stromversorgung und die Speicherkarte. Eine kabellose Bildübertragung und ein Touchscreen Display haben für die Befragten die mit Abstand geringste Bedeutung. An Bedeutung verloren haben die Kriterien Design und Farbe. Sie sind 2008 nur noch für 36 Prozent der Kaufinteressierten wichtig, 2007 waren das noch 47 Prozent.

Digitale Spiele für alle
Ein weiterer großer Trend sind Videospiele: „Digitale Spiele sind absolut zum Massenphänomen geworden. An den Verkaufszahlen der vergangenen Jahre erkennt man, wie weit verbreitet die Spielkonsolen mittlerweile sind", erklärt Florian Koch, Bereichsleiter Digitale Medien und E-Dienste beim Branchenverband BITKOM. Verantwortlich für diesen Boom sei vor allem der Umstand, dass aktuelle Geräte technisch sehr leistungsstark und vielseitig einsetzbar sind. „Ob Prozessorleistung, Speicher-Ausstattung oder Laufwerkkomponenten, Konsolen der heutigen Generation sind technisch auf allerhöchstem Niveau. Sie eignen sich als Home-Mediaplayer mit hervorragender Sound- und Bild-Qualität und lassen sich zudem auch in das Heimnetzwerk integrieren", fasst Koch zusammen. Dank des Internetanschlusses und der umfassenden technischen Ausstattung könnten Konsolen heute sehr viel mehr als nur zum Spielen verwendet werden und seien für die Nutzer damit zunehmend interessanter geworden.
„Der Videospielmarkt ist nicht nur in Deutschland im Aufschwung begriffen, sondern entwickelt sich auch in anderen europäischen Ländern sehr dynamisch", ergänzt Eric Jannot, Sprecher des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware. Einerseits sei das enorme Wachstum sicherlich auf die technologische Entwicklung zurückzuführen, die durch viele innovative Ansätze zunehmend mehr Menschen für das Thema Videospiele begeistert habe. Andererseits habe aber auch die öffentliche Akzeptanz gegenüber Videospielen deutlich zugenommen. „Videospiele werden sich künftig vollständig als eigenständige Mediengruppe etablieren können und ihre feste Rolle innerhalb der Unterhaltungskultur einnehmen."

Familientaugliche Spiele auf Erfolgskurs
Die großen Videospiel-Konzerne haben jedenfalls ihre Aktivitäten längst in Richtung Mainstream erweitert: Microsoft und Sony wollen hinter Nintendo noch stärker nachziehen und ihre Bestrebungen in Richtung familientaugliche Spiele intensivieren. Der durchschlagende Erfolg des Wii-Konzepts ruft auch die anderen Konsolenhersteller auf den Plan, die ebenfalls von dem Trend zum Casual Gaming profitieren wollen. „Es gibt eine deutliche Bewegung, Frauen, junge Mädchen und ältere Leute vermehrt ins Boot zu holen", erklärt der Analyst Piers Harding-Rolls gegenüber BBC Online. Nintendo habe einen riesigen Erfolg mit Wii eingefahren und die Konkurrenz mit Casual-Gaming-Titel klar überragt. „Es wurde eine neue Kategorie von Videospielen geschaffen – Lifestyle- und Training-Games sowie der gesamte Social-Software-Bereich entwickeln sich fantastisch", meint Harding-Rolls. Es gebe definitiv noch mehr Nachfrage nach solchen Produkten.

Erweitertes Home-Entertainment-Angebot
Unter dem Titel „New Xbox Experience" will Microsoft das Home-Entertainment-Angebot auf seiner Spielkonsole „Xbox 360“ massiv erweitern. Bereits ab Herbst sollen Xbox-360-Besitzer demnach die Möglichkeit haben, Spiele und Filme „auf eine völlig neue Art und Weise" erleben zu können. Mit einer Vielzahl neuer Inhalte und Funktionen soll das Videospielsystem für ein breiteres Publikum noch attraktiver werden. Größte Neuerung ist dabei die Änderung der Benutzeroberfläche für die Xbox-360-Konsole, die im Herbst per Update veröffentlicht werden soll. Neben einer grafischen Neugestaltung sollen dort künftig auch so genannte Avatare zum Einsatz kommen, die den Spieler als virtuelle Charaktere repräsentieren. Diese sollen laut Microsoft umfassend konfigurierbar sein und über den Online-Dienst „Xbox Live“ den Nutzern völlig neue Interaktionsmöglichkeiten mit Mitspielern aus der ganzen Welt bieten.
„Ein neues Zeitalter der Unterhaltung ist angebrochen und die Xbox 360 ist dafür prädestiniert zum Herzstück des Wohnzimmers zu werden", erklärt Don Mattrick, Senior Vice President Interactive Entertainment Business bei Microsoft. Die „Xbox Experience" biete mehr Inhalte als jedes andere Gerät, das mit dem Fernseher verbunden ist. „Das Verschmelzen von Unterhaltung und Spielen wird ganz neue Nutzer und vor allem mehr Familien vor die Konsolen bringen, und die Spielindustrie zu einem Rekordjahr treiben", ist Mattrick überzeugt.
„Der Schwerpunkt der Xbox 360 wird zwar auch in Zukunft weiterhin auf dem Spielen liegen, die digitale Unterhaltung gewinnt aber zunehmend an Bedeutung", erklärt Xbox-Manager Thomas Kritsch. Ausschlaggebend für den Trend, dass Videospielkonsolen zunehmend auch für die Wiedergabe von Multimediainhalten genutzt werden können, sei vor allem die spezifische Interessenslage innerhalb der Videospiel-Community. „Menschen, die sich mit Videospielen beschäftigen, interessieren sich in der Regel auch sehr stark für andere Medienformen wie Musik und Filme“.

Multimedia zu Hause
Home Entertainment ist ein Trend, der sich ebenfalls schon länger abzeichnet. Eine Innovation in diesem Bereich hat Loewe vorgestellt: Das neue „Individual Mediacenter“ macht viele multimediale Inhalte unkompliziert nutzbar. Es dient gleichzeitig als Zentrale für die perfekte Verteilung von Musik- und Radioquellen im ganzen Haus. Das Mediacenter enthält neben einem CD- und DVD-Player auch einen FM-Stereotuner, einen Zugang zum Internet-Radio, Schnittstellen für iPod und iPhone sowie für USB-Geräte und stellt die Verbindung zu PC oder Mediaserver her.
Die neue Fernsehgeräte-Familie Art SL ist der flachste Fernseher von Loewe. Und trotzdem ist er mit allem Komfort bestückt, den man für ein erstklassiges Kinoerlebnis zuhause erwartet. Ausgestattet sind die Art-Geräte mit Full-HD-Panel und 100-Hertz-Technik für bestes Bild. Ihr integrierter HDTV-Receiver erschließt bereits hoch auflösendes Fernsehen. Dazu passende Loewe Lautsprecher machen aus dem Fernsehgerät ein perfektes Home Cinema System.

Umweltbewusste Produkte
Schon fast eine Imagefrage ist es für Hersteller von Consumer-Electronic-Produkten, umweltbewusste und ressourcenschonende Geräte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. So hat beispielsweise der Elektronik-Hersteller BenQ hat mit den neuen 18,5 Zoll großen LCD-Displays E900HD und G900HD zwei umweltschonende Geräte im Rennen um branchenführende Technologien vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, trägt eine sparsamere Hintergrundbeleuchtung zu einem um 25 Prozent geringeren Energieverbrauch und um ein Viertel niedrigeren CO2-Emissionen bei. Quecksilber-Emissionen würden sogar um 50 Prozent geringer ausfallen.
„Mit diesen neuen Modellen demonstrieren wir, dass sich das Vergnügen weit über Hardware und Technologie hinaus bis hin zur natürlichen Welt selbst erstreckt. Wir hoffen, den Trend nicht nur zum 16:9-Format, sondern auch hin zu sozialer und ökologischer Verantwortung zu setzen", so BenQ-Manager Peter Chen. Der Strombedarf der Geräte liegt bei lediglich 30 Watt. Besonders in Europa lassen der Fortschritt bei Green IT und ein Umdenken zugunsten der Umwelt in Unternehmen derzeit allerdings noch stark zu wünschen übrig.“ 



Zentralmarkt

Kostenlos zum Kennenlernen oder zum Vorzugspreis in Kombination mit zentrada !

Zentralmarkt - das Trendmagazin im Handel

Trends, Meinungen und Fakten aus der Welt des Handels.
Sortimentsübergreifend und verbandsunabhängig.
Die kompletten Trendberichte und vieles mehr .....
.....erhalten Sie 14-tägig als hochwertiges Magazin direkt ins Haus.

Gleich Bestellen unter: www.zentralmarkt.de