DE-Welcome-764

Gewinnen Sie im Großhandelseinkauf als Mitglied im zentrada.network.

Die Leistungen und Services sind exklusiv für Wiederverkäufer mit einer kostenfreien Mitgliedschaft im zentrada.network nutzbar.

Weiter zu mehr Info und kostenfreier Mitgliedschaft ...

Weiter zur Lieferantenübersicht ...

Weiter zum Login ...

 
Produkte
zentrada.magazin
Märkte & Macher
Trends & Themen
17.08.2012
Online-Marktplatz als Option für Händler
Multichannel hat sich im Handel längst fest etabliert. Darauf verzichten möchte und kann kaum noch ein Händler. Das Ziel: Kunden über mehrere Kanäle erreichen. Onlinemarktplätze können dabei eine Hilfe sein. zentrada.magazin hat sich nach Möglichkeiten für Händler erkundigt.
Bild online_titelcollage_entwurfgr.jpg
Im 2. Quartal dieses Jahres wurden weltweit auf dem eBay-Marktplatz Artikel im Wert von 16 Mrd. US-Dollar gehandelt. Auf dem deutschen eBay-Marktplatz sind derzeit 16 Millionen aktive Mitglieder unterwegs – dazu zählen 175.000 gewerbliche Verkäufer sowie 5,4 Millionen private Verkäufer. „eBay hat sich in den vergangenen Monaten mehr und mehr zu einem Unternehmen gewandelt, das über das Marktplatzgeschäft, PayPal sowie GSI Commerce Händler dabei unterstützt, in der sich rasant verändernden Handelsumgebung erfolgreich zu sein“, so Maike Fuest, Pressesprecherin eBay Deutschland. Möglichst viele Kunden zu erreichen und nicht über einen sondern gleichzeitig über mehrere Kanäle erfolgreich zu sein – darauf kommt es in Multichannel-Zeiten an. Geschäfte zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt zu steuern und den Kunden Zugriff auf die Artikel zu ermöglichen – diese Möglichkeiten des Mobile Commerce sollen zukünftig bei eBay weiter ausgebaut werden. „Wir bieten mobile Angebote für iPhone, iPad, Windows 7, Android und BlackBerry sowie eine Mobile Web und ein Tablet Web“, erklärt Fuest. Bei eBay geht man davon aus, dass in diesem Jahr ein Handelsvolumen von 10 Milliarden US-Dollar über mobile Anwendungen von eBay abgewickelt wird.
Immer mehr Produktkäufe über’s Internet bedeuten auch immer weiter steigende Anforderungen an die Marktplätze. „Die Verbraucher wollen einfach, reibungslos und zunehmend personalisiert einkaufen und sich gleichzeitig inspirieren lassen. Dies müssen Marktplatz-Betreiber bei der Weiterentwicklung ihrer Angebote beachten“, so Fuest. Ob Onlinehandel, Offlinehandel oder auch mobiler Handel – eine strikte Trennung voneinander ist nicht mehr möglich. Im Gegenteil. Alles hängt miteinander zusammen. Und deshalb wird es auch darauf ankommen, dieser Entwicklung gerecht zu werden. Fuest: „Die Menschen werden mobil Produktrecherchen betreiben und offline kaufen, sich genauso aber auch offline informieren und anschließend mobil einkaufen. Es wird darauf ankommen, die unterschiedlichen Kanäle bestmöglich zu integrieren und zu bedienen.“

Welcher Online-Marktplatz ist der richtige?
Für welchen Händler welcher Online-Marktplatz der richtige Absatzkanal ist, lässt sich natürlich nicht pauschal sagen. „Jeder Verkäufer sollte die verschiedenen Marktplätze testen. Wichtig ist, dass das Portal die beste Leistung für die individuellen Bedürfnisse bringt. Es spricht nichts dagegen, seine Artikel auf mehreren Portalen gleichzeitig anzubieten, solange es keine langen Vertragslaufzeiten gibt. So findet ein Verkäufer schnell heraus, welches Angebot am besten zu ihm passt“, so Dr. Gerald Schönbucher, Geschäftsführer bei Hitmeister. Das Online-Shopping-Portal, das mit seinem Claim auf sicheres Kaufen und Einkaufen hinweist, hat derzeit über eine Million Kunden und circa 3.500 gewerbliche Verkäufer. Hitmeister ist ein Online-Shopping-Portal für neue und gebrauchte Produkte zu Festpreisen. Das Einstellen von Artikeln ist kostenlos. Für gewerbliche Verkäufer fällt eine monatliche Pauschale an. Beim Verkauf eines Artikels erhebt Hitmeister eine Provision von 5,9 bis 12,5 Prozent, die sich an der jeweiligen Produktkategorie orientiert. Hitmeister bietet den Verkäufern mehrere Services an. So werden beispielsweise die Zahlungsabwicklung oder auch die Überwachung des Versandstatus übernommen.
Wählbare Werbepakete stehen Verkäufern zur Verfügung. „Jeder Händler hat stets einen persönlichen Ansprechpartner. Bei Problemfällen treten wir als Mittler zwischen Käufern und Händlern mit kostenloser Kunden- und Händlerhotline zum Ortstarif auf“, ergänzt Schönbucher. Hitmeister bietet gewerblichen Verkäufern drei unterschiedliche Verkäufer-Pakete mit unterschiedlichen Marketing-Maßnahmen an. Der erste Monat ist in jedem Paket kostenlos. Zu den Produktgruppen bei Hitmeister gehören Elektronik, Körperpflegeprodukte, Einrichtung, Haushaltswaren, Gartenbedarf, Sportausrüstung, Werkzeuge oder auch Mode. „Einen Produktschwerpunkt gibt es bei uns nicht. Wir integrieren ständig neue Produktgruppen aus allen Bereichen“, so Schönbucher. Um Händlern Hitmeister als Absatzkanal schmackhaft zu machen, wurden in der Vergangenheit die Bezahlmöglichkeiten erweitert, die Seitenladegeschwindigkeit erhöht und das Produktportfolio sowie die Produktdatenqualität ausgebaut. Und vor allem möchte Hitmeister mit dem Thema Sicherheit punkten. Schönbucher: „Wir übernehmen die komplette Zahlungsabwicklung bei den Transaktionen, sodass für die Verkäufer kein Inkassorisiko besteht. Sie erhalten auch dann ihr Geld für die verkaufte Ware, wenn der Käufer einmal vergessen sollte, den Empfang zu bestätigen. Wir gehen durch die persönliche Betreuung schnell und flexibel auf Einzelfälle ein und können bei Bedarf als Vermittler eintreten, um Probleme unkompliziert und zeitnah zu lösen“.

Tradoria wird zu Rakuten
Die 2007 gegründete Tradoria GmbH gehört seit Juli 2011 zur Rakuten Gruppe. Im Januar dieses Jahres erfolgte dann die Umfirmierung in die Rakuten Deutschland GmbH mit Sitz in Bamberg. Aktuell sind bei Rakuten über 7.000 Händler unter Vertrag – mit Tendenz nach oben. Nach Angaben des Unternehmens kommen mehr als 300 Neuanmeldungen pro Monat dazu. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Zur Rakuten Gruppe gehören über 60 Unternehmen, an deren Spitze Hiroshi Mikitani, Gründer, Vorsitzender und CEO von Rakuten, Inc. steht. Vertretungen gibt es beispielsweise in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Thailand, USA, Brasilien und Kanada.
Kategorieschwerpunkte bei Rakuten sind neben Wohnen & Lifestyle, Haus & Garten, Computer & Software auch Mode & Accessoires. Die reguläre Grundgebühr beträgt monatlich 39 Euro. Hinzu kommen – je nach Verkaufskanal – Vermittlungsgebühren in Höhe von 1 bis 7 Prozent, eine Servicegebühr zwischen 0,25 und 1 Euro sowie Paymentgebühren von 3 Prozent. Damit sich Händler nach Registrierung bei Rakuten besser zurecht finden, wurde die sogenannte Rakuten-Akademie gegründet. Ziel ist es, in kostenlosen Webinaren geben Mitglieder des Rakuten-Support- und ECC-Teams ihr Wissen an Händler weiter. Ein E-Commerce-Consultans-Team greift registrierten Händlern – ebenfalls kostenlos - in technischen und marketingstrategischen Fragen unter die Arme. Ebenfalls unterstützt werden Mitglieder bei E-Mail-Kampagnen.
Dass man bei Rakuten in Zukunft Social Commerce große Bedeutung beimisst, zeigt die Beteiligung am Online-Netzwerk Pinterest. 100 Millionen Dollar hat sich Rakuten Inc. die Beteiligung in diesem Jahr kosten lassen. Bei Pinterest können Nutzer Bilder an digitale, virtuelle Pinnwände heften und so zeigen, welche Interessen vorhanden sind. Andere Nutzer können diese Bilder dann kommentieren. Neben Bildern können auch Videos an der Pinnwand angebracht werden. „Während einige denken, E-Commerce sei mit einem simplen Kaufvorgang an einem Automaten zu vergleichen, glauben wir, dass E-Commerce ein lebendiger Prozess ist, bei dem Verkäufer und Kunden miteinander kommunizieren können, Dinge neu entdecken, sich gegenseitig beraten und Einkaufen so zu einem unterhaltsamen Erlebnis machen“, erklärte Hiroshi Mikitani.

Europaweit verkaufen
Bereits im vergangenen Jahr hatte Amazon bekanntgegeben, allen Marketplace-Händlern das Verkaufen in ganz Europa zu erleichtern. Mit Amazons europäischem Verkäuferkonto können Händler Artikel für eine monatliche Gebühr von 39 Euro auf Amazon.co.uk, Amazon.de, Amazon.fr und Amazon.it anbieten. „Es ist unser Ziel, das Verkaufen auf den Amazon-Webseiten in ganz Europa so einfach wie möglich zu machen“, sagte Eric Broussard, Vize President International Seller Services bei Amazon. Auch Händler, die „Versand durch Amazon“ nutzen, sollen Kunden in ganz Europa erreichen können. Händler, die Produkten über das „Europäische Versand-Netzwerk“ von Amazon verkaufen, können ihre Produkte in einem Amazon-Logistikzentrum eines Landes lagern und über Amazon Marketplace auf allen anderen europäischen Amazon-Webseiten zum Verkauf anbieten. Händler sollen so ihre Ware in einem Amazon-Logistikzentrum lagern und die Produkte jedoch gleichzeitig auf Amazon.co.uk, Amazon.de, Amazon.fr und Amazon.it verkaufen können.

In Zukunft noch mehr Onlineeinkäufe
Welchen Stellenwert Onlinehandel zukünftig einnehmen wird, soll „Die Zukunft des Handels“ – so der Titel einer Studie, mit der eBay in Zusammenarbeit mit Handelsexperten und begleitenden Online-Konsumentenbefragungen das zukünftige Kaufverhalten unter die Lupe nehmen möchte, zeigen. Bislang vorliegende Ergebnisse verdeutlichen demnach, dass Online-Einkäufe in Zukunft weiter zunehmen werden. So werde beispielsweise auch der mobile Handel weiter wachsen. 45 Prozent der Konsumenten können sich vorstellen, in Zukunft nur noch online und mobil einzukaufen. Das treffe vor allem auf Bücher, Reisen oder auch elektronische Medien zurück. Ein Ende des stationären Handels werde aber nicht befürchtet – schließlich gibt es Produkte, die man schließlich vorher anprobieren, erfühlen und ausprobieren möchte. Dazu gehören beispielsweise Möbel, Kleidung oder auch Schmuck.